Endlos weite Ebenen! Soweit das Auge reicht nur Kulturlandschaft. Keine Hügel, fast keine Bäume und unglaubliche Mengen an Pilger die allesamt überholt werden wollen. Mir war ja bewusst, dass der Jakobsweg sehr beliebt ist, aber heute wurde mir wirklich bewusst wie viele Pilger sich täglich von neuem auf den Weg machen.
Bis zum frühen Mittag überholte ich im Eilzugstempo an die 50 Personen. Auf der geraden Strecke der alten Römerstrasse Vía Aquitana – welche über 12 km lang ist – konnte man Personen schon von weitem erkennen und das gab mir den Ansporn so viel wie nur irgendwie möglich zu überholen. Ich denke das war einer der Hauptgründe weshalb ich heute relativ schnell unterwegs war.
Ein weitere Aspekt weshalb ich zügig vorangekommen bin war, dass es auf der heutigen Etappe nur wenige Ortschaften gab an denen man Pause machen konnte. Nach Absolvierung der Vía Aquitana erreichte ich eine kleine Ortschaft in der die meisten Pilger eine – mehr oder weniger lange – Pause einlegten. Ich gehörte auch dazu! Musste einfach sein nach dieser Schinderei.
Danach ging es zum Glück nichtmehr nur gerade aus sondern es mussten einige kleinerer Erhebungen gemeistert werden. Nach einer geschlagenen Stunde erreichte ich mein Zielort. Ankunftszeit war ca. 12.30! So früh wie noch nie!
Nach der obligatorischen Dusche und etwas Kleines zu essen, machte ich mich auf Erkundungstour – natürlich in Flip-Flops – das muss sein nach langen Tagen in Wanderschuhen. Ledigos ist ein typisches spanisches Bauernkaff. Wirklich viel zu erkunden gab es nicht, aber der kleine Spaziergang tat gut! Es gab sogar noch Häuser in traditioneller Lehmbauweise. Aber das war’s dann auch. Das gleiche gilt auch für den Rest vom Tag.
Es grüsst der Schnellzug Edelpilger!









