Astorga hinter mir und Berge vor mir. Die heutige Etappe bringt mich nahe zum höchsten Punkt des Caminos und zum Cruz de Ferro. Zuerst musste ich aber aus Astorga raus. Zu Beginn ging es relativ lange für der Strasse entlang. Zum Glück ist heute Samstag, somit beinahe kein Verkehr auf der Strasse.
Irgendwann hatte ich dann auch die Strasse hinter mir gelassen und konnte wider auf guten Feldwegen meine Reise vorsetzten. Die Strecke führte konstant leicht bergauf und die Sicht auf die Landschaft war genial. Viel mehr Grün als noch vor 2 Tagen. Macht wieder richtig Spass durch Spanien zu wandern!
Gegen Mittag erreichte ich mein Etappenziel vor 5 Jahren (Rabanal del Camino). Es ist unglaublich wie sich der Ort verändert hat. Bei meinem ersten Besuch hier, gab es nicht wirklich viel. Heute sind weitere Herbergen & Hostals sowie kleine Shops hinzugekommen. Für diese kleinen Orte sind die Massen an Pilger sicher ein Segen. Für alle anderen – speziell für mich – nicht wirklich erfreulich.
Bereits in Rabanal begann der Aufstieg zum Montes de León. Und dieser hat es in sich – zumindest am Anfang. Auch wenn der Aufstieg teilweise ziemlich happig war entschädigte die unterschiedliche Landschaft für die Strapazen. Nach einer 1h erreichte ich meinen heutigen Zielort. Gemäss meiner Erinnerung sowie dem Wanderguide, ist der Ort halbzerfalle und halbverlassen Ort. Das trifft definitiv nicht mehr zu. Der Ort Foncebadón hat sich drastisch verändert seit meinem letzten Besuch. Es gibt zwar immer noch einige eingestürzte Gebäude aber zurzeit wird auch sehr viel investiert und renoviert. Auch meine heutige Unterkunft ist in einem renovierten Gebäude.
Morgen erwartet mich der final Aufstieg zum Montes de León sowie zum Cruz de Ferro wo ich meinen Stein ablegen werde.
Es grüsst der Edelpilger zurück in den Bergen!



















