Tag 36 – Melide – O Pedrouzo

Morgen sind es noch knapp 20 km bis Santiago!

Aber zuerst zur heutigen Etappe. Der Morgen war ähnlich kalt wie gestern und das hiess lange Hosen, langes Oberteil, Windstopper und Regenjacke. Trotz der besseren Wettervorhersage, ging es relativ lange – um genau zu sein bis zum Mittagessen – bis wir die Hosen kürzen und die Ärmel hochkrempeln konnten sowie die Regenjacke und Windstopper im Rucksack versorgen konnten.

Die Strecke selbst war vom Profil her wie ein Sägeblatt. Es ging den ganzen Tag auf und ab. Zeitweise sehr steil – rauf und runter. Die Wege aber waren mehrheitlich sehr gut und angenehm. Der Weg führte uns durch viele Eukalyptuswälder (Der Eukalyptus wird hier hauptsächlich zur Papierherstellung angepflanzt). Der Geruch den der Eukalyptus verströmt war zeitweise sehr intensiv. Neben den unzähligen Wäldern passierten wir viele kleine Orte mit und ohne Kaffees oder Restaurants. Interessant ist auch, dass viele der Ortschaften – die auch jeweils einen Namen haben – nur aus ein paar wenigen Häusern bestehen.

An der Anzahl der Einkehrmöglichkeiten und deren Qualität – also sprich, sehr modern und gut gepflegt – konnte man feststellen, dass sehr viele Pilger hier auf den letzten Kilometern unterwegs sind. Ab Arzúa – eine nicht sonderliche schöne Ortschaft die wir durchquerten – kommen nochmals weiter Pilger hinzu. Diese haben den Camino del Norte absolviert und werden bis Santiago den Camino Francés weiter bewandern. Die Anzahl der Pilger hielt sich heute aber mehrheitlich in Grenzen. Dafür sind jetzt wieder die Buspilger vermehrt unterwegs. Diese Mal machten sie aber anstandslos Platz.

Unser heutiger Zielort ist eine richtige Pilgerhochburg. Vermutlich übernachten hier mehr Pilger als der Ort eigentlich Einwohner hat. Es gibt an jeder Ecke eine Albergue, Hostel oder Pension. Und da die Horden von Pilger verpflegt werden will, benötigt es auch dementsprechend viele Restaurants, Bars und Kaffees. Somit hatten wir wieder einmal die Qual der Wahl. Schlussendlich endeten wir beim klassischen Pilgermenu – wobei ich doch schon besser gegessen habe als hier. Aber was soll‘s, es sind ja nur noch knapp 20 km bis nach Santiago.

Es grüsst der Edelpilger kurz vor Santiago!

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